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Artikel Nr. 40 · Das heutige Briefing
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Paschinjans hohler Sieg: Warum Armeniens Wahl nichts entscheidet

Der Premierminister gewann, verlor aber seine verfassungsändernde Mehrheit – und die eigentlichen Kämpfe um Gerichte, Russland und Legitimität beginnen erst jetzt.

### Die Arithmetik, die alle übersahen

Nikol Paschinjan erklärte um 2:10 Uhr am 7. Juni den Wahlsieg, als erst 15 Prozent der Stimmen ausgezählt waren [17]. Als die armenische Zentrale Wahlkommission die vorläufigen Ergebnisse bekanntgab [2, 6, 11, 20, 30], hatte seine Partei Bürgervertrag 49,82 Prozent erreicht – ein klarer erster Platz, aber ein Pyrrhussieg [20]. Die Regierungspartei wird 64 der 101 Sitze in der Nationalversammlung innehaben, weniger als die verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit, über die sie seit 2021 verfügte [17]. Diese Schwelle ist entscheidend: Paschinjan kann die Verfassung nicht mehr ändern oder Referenden über Grundsatzartikel initiieren, ohne auf die Opposition angewiesen zu sein [17]. Die konventionelle Lesart lautet, er habe gewonnen. Die richtige Lesart lautet, er habe das Instrument seiner Macht verloren.

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Samstag, 13. Juni 2026Zum Archiv →