Der Internationale Gerichtshof hat gegen Israels Vorgehen in Gaza geurteilt [1, 5, 11]. Die Republik Südafrika hatte die Klage eingereicht [2, 3, 4, 7, 10, 27, 28, 29] mit dem Argument, die systematische Zerstörung der Bevölkerung Gazas — durch Massentötungen, vorsätzliches Aushungern und die Vernichtung ziviler Infrastruktur — verstoße gegen die Völkermordkonvention. Das Gericht ordnete an, Israel müsse Völkermord verhindern, Angriffe auf Rafah einstellen und humanitäre Hilfe zulassen [3, 4]. Innerhalb von 48 Stunden, berichtet die BBC [16], flog Israel über 60 Luftangriffe auf Rafah. Reuters vermerkt [19], der Weltgerichtshof habe Israel befohlen, die Hungersnot in Gaza zu beenden; der Befehl wurde nicht befolgt.
Das überrascht nicht. Der IGH verfügt über keinen Durchsetzungsmechanismus. Seine Urteile tragen moralisches und juristisches Gewicht, doch Staaten befolgen sie nur, wenn es ihnen passt — oder wenn andere Mächte sie dazu zwingen. Israels Regierung wies Südafrikas Klage als "grundlos" zurück und warf dem Gericht Antisemitismus vor [2, 4, 7]. Diese Reaktion sagt alles darüber, wie ernst Jerusalem die Autorität Den Haags nimmt. Laut BBC [3, 4] sind seit August 2024 nur noch 17 der 36 Krankenhäuser Gazas funktionsfähig, und 84 % der medizinischen Einrichtungen der Region wurden zerstört oder beschädigt. Über 500 Beschäftigte im Gesundheitswesen wurden getötet [2, 4]. Israel hat sämtliche 12 Universitätseinrichtungen in Gaza zerstört, 80 % der Schulen sowie zahlreiche Moscheen, Kirchen, Museen und Bibliotheken [3, 4]. Das sind nicht die Handlungen eines Staates, der internationale Rechtskritik fürchtet.